Hauptschützengemeinschaft Deggendorf von 1428 e.V.
News-Update 27.09.17
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Hochwasserschaden


Am 04. Juni 2013 begann in Deggendorf eine neue Zeitrechnung.

An diesem Tag brach am Zusammenfluss von Donau und Isar der Hochwasserdamm. Das Unvorstellbare trat ein. Innerhalb kürzester Zeit liefen die Wohngebiete hinter den Deichen wie in einer Badewanne voll. Für Tausende Menschen bestand keine Möglichkeit mehr Hab und Gut zu retten oder die jetzt eingetretenen Schäden zu minimieren. Dasselbe Schicksal erlitten Tausende anderer Donauanlieger insbesondere von Regensburg bis Passau aber auch andere Teile der Republik.
 
Auch das Schützenheim der Hauptschützengemeinschaft Deggendorf von 1428 e.V., welches sich im gänzlich überfluteten Ortsteil Fischerdorf befindet, erlitt sozusagen einen Totalschaden. Das Wasser drang bis in das Obergeschoß ein und hat mehr oder weniger alles zerstört was vom Wasser erreicht wurde. Selbst nach mehr als einer Woche steht das Wasser noch über einen Meter im Gebäude, weil es nicht abfließen kann.
 
Das Schützenheim wurde nach vierjähriger Bauzeit 1992 fertiggestellt. Bis zum heutigen Tage war die Schießanlage eine der modernsten und schönsten in ganz Niederbayern. Im Erdgeschoss befanden sich zwei 50m-Bahnen für KK mit acht Zuganlagen, die auch für Sportpistole genutzt wurden. Auf einem weiteren 25m-Großkaliberstand wurde erst im April 2013 zwei Klappscheibenanlagen für KK und GK in Betrieb genommen, die nun vollständig unter Wasser stehen, wie alles Übrige im Erdgeschoss. Die Lang- und Kurzwaffen im Safe sind unbrauchbar geworden. Historische Unterlagen aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die über 100 Jahre alte Vereinsfahne und vieles andere mehr verschlang die dreckige und ölverschmierte Brühe. Auch Böden und Möbel im Obergeschoß hat das Wasser erreicht und vernichtet. Dort befanden sich insbesondere ein Gaststättenbetrieb und in drei Hallen insgesamt 28 Stände für Luftdruckwaffen und Zimmerstutzen.

Weitere Informationen und aktuelle Bilder können der Homepage: www.hsg1428.de entnommen werden. Nach dem schon jetzt absehbaren Schadensbild werden die Wiederherstellungskosten in die Hunderttausende gehen, die nur geschultert werden können, wenn sich neben Zuschüssen auch großzügige Spender finden lassen. Eine Elementarversicherung bestand leider nicht, die die Folgen der Katastrophe gemildert hätte.

Die Hauptschützengemeinschaft von 1428 e.V. bedankt sich deshalb bei den Vereinen und Schützen aber auch bei den sonstigen Gönnern, die eine großzügige Spende für den Wiederaufbau geleistet haben.
(Text: Brandl) 

Schäden am ehemaligen Schützenhaus: 


 

 

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